Pressebericht über unser Turnier 2004

Bericht vom 27.09.2004
SCHACH: 10. Offenes Schnellturnier des Peiner Schachvereins:
Sieger aus Litauen und dritter Platz für Ex-Peiner Helge Hintze

Mit dem zu erwartenden Sieg von Viesturs Meijers endete das 10. Offene Peiner Schnellturnier. Der Litauer gewann überlegen vor Stefan Breuer und dem Ex-Peiner Helge Hintze.

Insgesamt 52 Denksportler, zum größten Teil aus dem näheren Umfeld der Fuhsestadt mit einem Umkreis von 100 km, waren der Einladung des Peiner Schachvereins gefolgt, um im PPS-Bildungszentrum am Herner Platz in einem neunrundigen Schweizer-System-Turnier mit 15-Minuten-Schnellpartien Sieger und Platzierte, sowie die Sonderpreisträger für Senioren, Jugendliche und Spieler der unteren Leistungsklassen zu ermitteln. Ein Akteur der ersten Bundesliga sowie zahlreiche Spieler der Zweiten Liga, der Oberliga und der Ligen auf Verbandsebene sorgten für ein hohes Niveau, sodass sogar PSV-Spitzenspieler Marco Drewes lediglich an Nummer 17 gesetzt wurde.

Der Star des Turniers war jedoch Viesturs Meijers, der zu den 1.000 besten Schachspielern der Welt zählt und vom Weltschachbund FIDE auf Grund seiner Spielstärke und guter Ergebnisse bei internationalen Turnieren den Titel „Internationaler Meister“ erhalten hat. In der vergangenen Saison hat der Litauer in der Staffel A der Oberliga Ost für den ESV Nickelhütte Aue am ersten Brett gespielt und mit seinem Resultat von 7,5 Punkten aus elf Partien wesentlich zur Vizemeisterschaft seines Teams beigetragen. Auch in der Fuhsestadt zeigte der Balte seine Extraklasse, insbesondere in den Schlussphasen der Partien, wo es ihm mehrfach gelang, in nach Remis aussehenden Endspielstellungen noch den Gewinn zu erzwingen. So sammelte der Favorit Punkt um Punkt, erst in der letzten Runde begnügte er sich mit einem Unentschieden, um sich mit 8,5 Zählern (aus den neun Spielen) endgültig den Turniersieg und das damit verbundene Preisgeld von 150 Euro zu sichern.

Der zweiten Platz und 75 Euro ging trotz einer Niederlage in der Schlussrunde mit sieben Zählern an Stefan Breuer (SF Salzgitter 86), der in der aktuellen Rangliste des Niedersächsischen Schachverbandes an Nummer sieben und in der des Bezirkes Braunschweig an Nummer eins geführt wird und eine Woche zuvor sich den Landesmeistertitel im Blitzschach gesichert hatte. Einen sehr schönen Erfolg aus Sicht des Ausrichters schaffte Helge Hintze (Königsspringer Hagen). Das frühere Mitglied des Peiner Schachvereins unterlag zwar im Laufe des Turniers gegen die beiden vor ihm platzierten Denksportler, konnte aber durch sechs Siege sich immer in der Spitzen­gruppe behaupten und sich durch ein Remis gegen den Bundesligaspieler Sven Joachim (Werder Bremen) im letzten Durchgang mit 6,5 Zählern den dritten Rang und 25 Euro Preisgeld sichern.

Die besten Resultate der jetzigen Peiner Spieler schafften in diesem Top-Feld Enrico Thurmann, der im Vorjahr sensationell gewonnen hatte, mit fünf Zählern und einem 18. Rang, sowie seine Kollegen der ersten Mannschaft, Marco Drewes und Christian Sieverding, mit 4,5 Punkten und den Plätzen 27 und 30. Eine positive Überraschung gelang Sebastian Maruhn, einem Akteur des dritten Peiner Teams, mit ebenfalls 4,5 Zählern und Platz 31. Nachwuchsspieler Christopher Vogel schaffte mit vier Punkten einen 34. Platz und damit hinter den beiden neun und elf Jahre alten Supertalenten Sebastian und Stephan Kaphle (SV Hankensbüttel) den dritten Rang in der U14-Sonderwertung. Die Ergebnisse der übrigen PSV-Starter: 32. Jürgen Garbuszus (vier Punkte), 40. Lutz Dietrich, 41. Hans-Joachim Schulze, 42. Christian Kubitza (alle 3,5), 43. Rainhard Pannenborg, 44. Roland Czada, 45. Manuel Bollak, 46. Christoph Helmer (Vierter der U14) (alle drei), 50. Katharina Kubitza (einzige Teilnehmerin) (zwei). Hans-Jürgen Ebeling (Eintracht Edemissen) legte mit drei Siegen in den letzten drei Runden einen guten Endspurt hin und belegte mit vier Zählern den 38. Platz. Die beiden Klein Lafferder Sebastian und Walter König (SF Salzgitter 86) kamen mit 4,5 bzw. vier Punkten auf die Ränge 24 bzw. 36.

Bei der Siegerehrung, bei der fast ein Drittel aller Mitwirkenden Geld- oder Sachpreise erhielten, bedankte sich Turnierleiter Erhard Hentzschel für das faire Verhalten aller Starter und lud alle Teilnehmer für das 11. Offene Peiner Schnellturnier im September 2005 ein.

Pressewart Roland Czada